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Großer Examenskurs - Das Konzept

Foto: Fin Habermann

Der Große Examenskurs bietet für Studierende nach erfolgreich abgelegter Zwischenprüfung seit dem Sommersemester 2005 zusätzlich zum Großen Klausurenkurs ein als Jahreskurs konzipiertes Universitätsrepetitorium an.

Wir empfehlen, neben diesem Angebot die vielfältigen Veranstaltungen in den Schwerpunktbereichen zu nutzen, die auch für den Pflichtfachbereich relevant sind. Dieses breite Spektrum von Vertiefungsveranstaltungen ermöglicht es – über den Examenskurs hinaus –, ein gefestigtes systematisches Verständnis der jeweiligen Rechtsmaterien zu erlangen.

Das grundlegende Konzept des Großen Examenskurses

Der Große Examenskurs dient der Wiederholung und Vertiefung des examensrelevanten Pflichtfachstoffs. Ziel des Universitätsrepetitoriums ist es, die Examenskandidat_innen umfassend auf die Staatliche Pflichtfachprüfung vorzubereiten, sodass die Inanspruchnahme eines kommerziellen Repetitoriums nicht mehr notwendig ist. Nahezu alle Dozent_innen des Examenskurses prüfen selbst seit mehreren Jahren im Examen. Sie stellen und korrigieren Examensklausuren und nehmen die mündliche Examensprüfung ab. Aufgrund der damit einhergehenden (Prüfungs-) Erfahrung ist die Veranstaltung speziell auf die Bedürfnisse der Examenskandidat_innen zugeschnitten. Das Universitätsrepetitorium bietet im Gegensatz zu den kommerziellen Repetitorien die Gelegenheit, sich mit den „eigenen“ Prüfer_innen auf die Erste Prüfung vorzubereiten.

Den Dozent_innen ist daran gelegen, den Studierenden ein systematisches Verständnis der behandelten Gebiete zu vermitteln. Denn nur bei zweifelsfreiem Erfassen des Stoffes kann dieser langfristig im Gedächtnis abgespeichert und im Examen abgerufen werden. Allein mit Kenntnis der Systematik ist es möglich, die Lösung auch unbekannter Rechtsprobleme in Examensfällen selbständig zu erarbeiten. Die Erfahrung zeigt, dass sich die späteren Examensklausuren mit dem bloßen Abspulen auswendig gelernter Schemata in aller Regel nicht zufriedenstellend lösen lassen.

Das Programm des Universitätsrepetitoriums ist auf ein Jahr angelegt, beginnend mit dem Sommersemester. Der Einstieg ist aber jederzeit möglich. Die Veranstaltung läuft insgesamt über einen Zeitraum von 46 Wochen. Auch in den Semesterferien werden Veranstaltungen angeboten.

Das Konzept sieht eine Gliederung des Großen Examenskurses in einen Hauptkurs sowie in sog. Kompakt- und Crashkurse vor. Der Hauptkurs findet während der Vorlesungszeit statt und widmet sich den Kernpflichtfächern der jeweiligen Rechtsgebiete. Im Öffentlichen Recht werden im Rahmen des Hauptkurses auch die Nebengebiete behandelt. Die zivilrechtlichen Nebengebiete und das Strafverfahrensrecht werden im Rahmen sog. Kompaktkurse behandelt. Die in der vorlesungsfreien Zeit liegenden Crashkurse bauen auf den Inhalten der Haupt- und Kompaktkurse auf und haben eine komprimierte Wiederholung des Kernexamensstoffes einschließlich der Einbindung aktueller Rechtsprechung zum Gegenstand.

Mit Beginn des Jahreskurses 2013/2014 im Sommersemester 2013 wurde das Konzept des Hauptkurses grundlegend reformiert.

Der Hauptkurs – das Konzept für den Jahreskurs 2017/2018

Das aktuelle - seit dem Sommersemester 2013 etablierte - Konzept des Hauptkurses zeichnet sich im Wesentlichen durch seine personelle Besetzung und die zeitliche Inanspruchnahme aus.

Statt einer Vielzahl von im Hauptkurs tätigen Dozent_innen besteht ein Kernelement des aktuellen Konzepts darin, den Hauptkurs in die Hände weniger Dozent_innen pro Rechtsgebiet zu legen. So wird der zivilrechtliche Hauptkurs allein von Frau Prof. Dr. Dauner-Lieb gelesen. Der öffentlich-rechtliche Hauptkurs wird grds. von Herrn Prof. Dr. Muckel und der strafrechtliche Hauptkurs wird primär von Herrn Prof. Dr. Kreß (Strafrecht-AT) gelesen. Im Sommersemester wird Herr Prof. Dr. Hobe neben Herrn Prof. Dr. Muckel die Veranstaltung Staatsrecht III/Europarecht lesen. Durch die möglichst geringe Dozentenzahl soll erreicht werden, dass der klausurrelevante Kern des Pflichtfachstoffs ohne unnötige Wiederholungen behandelt wird. Zugleich können die Querverbindungen zwischen den einzelnen Teilrechtsgebieten besser verdeutlicht werden.

Die möglichst geringe Dozentenzahl geht mit einer Reduzierung der zeitlichen Inanspruchnahme der Teilnehmer_innen einher. Nachmittagseinheiten von 14:00 bis 15:30 Uhr finden grds. nicht statt. Im Sommersemester wird in diesem Zeitraum allerdings dienstags die Veranstaltung Staatsrecht III/Europarecht stattfinden. Dadurch soll dem Bedürfnis der Studierenden Rechnung getragen werden, den Hauptkurs vor- bzw. nachzubereiten und Zeit für das erforderliches Selbststudium zu haben. Durch konkrete Lesehinweise etc. der Dozent_innen des Hauptkurses wird den Studierenden ein Weg aufgezeigt, die veranstaltungsfreien Nachmittage sinnvoll zu nutzen. Die Nachmittage sind somit dem Selbststudium vorbehalten.

Eine besondere Ausformung erfährt das "angeleitete Selbststudium" im Rahmen des von Frau Prof. Dr. Dauner-Lieb betreuten zivilrechtlichen Hauptkurses. Korrespondierend mit den Veranstaltungszeiten des Hauptkurses haben die Studierenden mittwochs, von 14:00 bis 15:30 Uhr, die Möglichkeit, an einem persönlich von Frau Prof. Dr. Dauner-Lieb angeleiteten Selbststudium teilzunehmen.

Darüber hinaus wird seit dem Sommersemester 2015 als Bestandteil des Hauptkurses im Strafrecht die Veranstaltung „Fall des Monats im Strafrecht“ angeboten. Im Rahmen dieses monatlich stattfindenden Falltrainings für Examenskandidatinnen und -kandidaten wird der Fall des Monats im Strafrecht vorgestellt und besprochen.

Zeitmodell
Wochentag Zeitraum Rechtsgebiet
Dienstag 9:45-11:15 Uhr, 11:30-13:00 Uhr Öffentliches Recht
Mittwoch 9:00-13:00 Uhr (inkl. ½ Std. Pause) & 14:00-15:30 Uhr* Zivilrecht
Donnerstag 9:00-11:00 Uhr, 11:30-13:00 Uhr Strafrecht

*Angeleitetes Selbststudium am Nachmittag

Die Veranstaltungen des Großen Examenskurses finden grds. in Hörsaal XIII (Hauptgebäude) statt.

Die genauen Veranstaltungszeiten des Jahreskurses 2017/2018 können dem Jahresplan 2017/2018 (s. rechts bzw. bei Nutzung mit dem Smartphone weiter unten) entnommen werden.

Materialien

Die von den Dozent_innen zum angeleiteten Selbststudium bzw. zur Vor-/Nachbereitung der Kurse zu Verfügung gestellten Arbeitsunterlagen und Übersichten sind einheitlich und ausschließlich über die E-Learning-Plattform ILIAS abrufbar. Dafür ist zunächst eine Anmeldung zum Großen Examens- und Klausurenkurs über KLIPS 2.0 erforderlich; nach einer kurzen Bearbeitungszeit erscheint der aktuelle Jahreskurs dann automatisch bei ILIAS auf der Startoberfläche. Die Teilnehmer_innen können dann die einzelnen Veranstaltungen des Examenskurses in ILIAS auswählen und diesen beitreten. Diese Veranstaltungen erscheinen anschließend auf der bereits erwähnten Startoberfläche, dem sog. „Persönlichen Schreibtisch“. Die Studierenden werden nun über neue Materialien, Einträge und hinterlegte Weblinks stets aktuell informiert.

Da zudem wichtige Informationen per Rundmail an die angemeldeten Studierenden versandt werden, dies aber nur über den S-Mail-Account funktioniert, empfehlen wir denjenigen Studierenden, die diesen nicht regelmäßig nutzen, die Einrichtung eines Autoforward (automatische Weiterleitung) zu ihrem tatsächlich genutzten E-Mail-Account.